Teilprojekt 3: Wirksamkeit

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Mit der Hamburger COSIP-Intervention liegt zwar ein qualitätsgesichertes, praxiserprobtes, publiziertes und im Hinblick auf Akzeptanz sowie besonders hilfreiche bzw. weniger hilfreiche Aspekte der Intervention evaluiertes Konzept einer kindzentrierten medizinischen Familienberatung und –therapie vor, jedoch noch kein Nachweis seiner präventiven Wirksamkeit. Im Rahmen einer Interventionsstudie soll seine Wirksamkeit unter kontrollierten Bedingungen untersucht und mit einer Wartelistenkontrollgruppe verglichen werden.


Dabei wird nachfolgende Fragestellung verfolgt:

  • Ist in der COSIP-Interventionsgruppe ein über zwei Messzeitpunkte (T2, T3) signifikanter Effekt im Vergleich zur Wartekontrollgruppe nachweisbar?

 

Zur genaueren Untersuchung der Wirkung der Beratung (Effectiveness) werden Familien unter Berücksichtigung von definierten Ein- und Ausschlusskriterien in eine prospektive, offene, randomisierte, kontrollierte dreiarmige Studie eingeschlossen. Es wird eine Interventionsgruppe (Studienarm 1) mit einer Kontrollwartegruppe (Studienarm 2), die in diesem Zeitraum keine Beratung erhält, verglichen. Patienten, die eine Randomisierung ablehnen, werden in einem dritten Studienarm im Routineverfahren hinsichtlich der Wirkung der Beratung (Effectiveness) im Rahmen der generischen Evaluation des Verbundsprojektes untersucht (Studienarm 3), so dass Selektionsmechanismen erfasst werden.

 

Als Datenquellen dienen Therapeuten / Ärzte als die Durchführenden der Intervention auf der einen, die Eltern und Kinder auf der anderen Seite. Alle an der Beratung beteiligten Personen werden berücksichtigt. Eine objektive Sichtweise, wie sie durch objektive Fragebögen erhoben wird, wird ergänzt durch subjektive Einschätzungen der Probanden, z.B. zur Behandlungszufriedenheit und Zielerreichung. Die Veränderungsmessung erfolgt indirekt durch Wiederholungsmessung und direkt durch direkte Frage nach Veränderung.

 

Der Untersuchung liegt das klassische Wirkungskonzept „unabhängige Variable – abhängige Variable“ zugrunde. Die Gruppenzugehörigkeit (Interventions- versus Kontrollwartegruppe) ist hier die unabhängige und die gemessenen Outcome – Merkmale die abhängige Variable.

 

Die zu untersuchenden moderierende und Zielvariablen sind:

auf Kind-Ebene:

  • gesundheitsbezogene Lebensqualität des Kindes (Kidscreen),
  • psychische Belastung / kindliche Symptome: emotionale Symptome, Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivität / Unaufmerksamkeit, Probleme in Beziehungen zu Gleichaltrigen, prosoziales Verhalten (SDQ & CBCL / YSR)

auf Elternebene:

  • Angst und Depressivität der Eltern (HADS),
  • subjektives elterliches Kompetenzerleben (SBI-E),

auf Familienebene:

  • familiäre Funktionen: Kommunikation, Emotionalität, Affektive Beziehungsaufnahme, Generelle Funktionsniveau (FAD)
  • familiäres Coping: Möglichkeit, Hilfe zu suchen und Unterstützung anzunehmen (F-COPES)
  • Reduktion von altersunangemessenen Parentifizierungen des Kindes




Verantwortlich:


PD Dr. med. Georg Romer

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Prof. Dr. med. Dr. phil. Uwe Koch

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Projektleitung:


Dr. phil. Birgit Möller

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Dr. phil. Corinna Bergelt

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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Zentrum für Psychosoziale Medizin

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

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20246 Hamburg

Telefon: 040 / 7410 - 52202

Klinikseite: www.uke.de/kliniken/kinderpsychiatrie

Projektseite: www.uke.uni-hamburg.de/cosip


 

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