In diesem Forschungsschwerpunkt wird der Einfluss von Geschwisterbeziehungen auf die psychische Belastung und den Verlauf der Bewältigungsversuche einer elterlichen Krebserkrankung untersucht.
Bisher finden sich nur wenige Untersuchungen zur Auswirkung der onkologischen Erkrankung eines Elternteils auf das Verhalten und Erleben der Kinder. Ferner existieren keine Untersuchungen, inwieweit es Unterschiede in der Bewältigung bei Kindern aus Ein-Kind-Familien und Mehrkind-Familien gibt. Der gegenwärtige Forschungsstand im Bereich der längsschnittlich orientierten Geschwisterforschung kann diese Frage nicht ausreichend beantworten.
Aufgrund der Erfahrungen in der Scheidungs- und Geschwisterforschung wird angenommen, dass Geschwister die Belastung einer elterlichen Krebserkrankung besser verarbeiten können. So ist aus der Scheidungsforschung bekannt, dass durch wechselseitige Unterstützung Geschwister die schwierige familiäre Situation besser kompensieren und sich gegenseitig stärken können. Besonders ausgeprägt gilt dies für weibliche Geschwisterpaare.
Ziel ist u. a. Klärung der folgenden Fragen:
Die Datenerhebung erfolgt in einem prospektiven Längsschnittdesign mit drei Messzeitpunkten und orientiert sich dabei am standortübergreifenden Verbunddesign zur generischen Evaluation der COSIP-Beratung: prä-, post- und follow-up-Messung nach 6 Monaten.
Verantwortlich:
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Ulrike Lehmkuhl
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Projektleitung:
Dr. med. Heike Weschenfelder
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Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
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Telefon: 030 / 450 566 227
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