Teilprojekt 6: Frühe Kindheit

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In diesem Forschungsschwerpunkt werden die Auswirkungen der Belastung durch die onkologische Erkrankung einer primären Bezugsperson in der frühen Kindheit auf die Affekt- und Verhaltensregulation beim Kind sowie auf die Eltern-Kind-Interaktion untersucht. Dabei wird auf die umfangreichen klinischen Standards der hiesigen Baby- und Kleinkindsprechstunde und des angeschlossenen Forschungsbereichs Säuglings- und Kleinkindpsychiatrie zurückgegriffen. Die wissenschaftliche Leitung des Teilprojektes erfolgt gemeinsam mit der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters der Universität Leipzig.


Der Zeitpunkt des Auftretens einer Belastung auf die seelische Entwicklung ist nach der Theorie der „Entwicklungsfenster“ von großer Bedeutung. Trennungen in bestimmten Abschnitten der frühen Kindheit können den Bindungsaufbau und die Beziehung zwischen Kind und Elternteil stören, können Ängste und schuldhafte Kausalitätsvorstellungen hervorrufen. Ob und wie sich die onkologische Erkrankung eines Elternteils, die meist mit Trennungsphasen im Krankheitsverlauf einhergeht, auf die Affekt- und Verhaltensregulation spezifisch in der frühen Kindheit und die frühe Eltern-Kind-Interaktion auswirkt, ist kaum erforscht. Dabei muss berücksichtigt werden, dass gerade jüngere Kinder die Tragweite einer potentiellen Lebensbedrohung durch die Krebserkrankung noch wenig verstehen, so dass das frühkindliche Erleben und Verhalten stärker durch eine reaktive elterliche Depression als durch die zu Grunde liegende körperliche Erkrankung beeinflusst werden kann. Die betroffenen Eltern erleben sich im Hinblick auf ihre Elternrolle umso belasteter, je jünger und damit abhängiger die Kinder von ihnen sind.

 

Ziele:

  1. Untersuchung der seelischen Gesundheit und Erfassung möglicher emotionaler- und Verhaltensauffälligkeiten bei Säuglingen und Kleinkindern (0 - 4,11 Jahre) von an Krebs erkrankten Eltern
  2. Untersuchung der Qualität der Eltern-Kind-Interaktion und Erfassung möglicher Auffälligkeiten
  3. Untersuchung des Zusammenhangs elterlicher reaktiver depressiver Symptome mit o.g. Befunden der Kinder
  4. Erfassung resilienzfördernder, protektiver Faktoren in der Eltern-Kind-Interaktion
  5. Aufbauend auf dem COSIP-Beratungskonzept soll ein Beratungsmodul zu Aufklärung und Verarbeitungshilfen für Kinder unter 5 Jahren unter Berücksichtigung der Faktoren und Bedingungen für eine gelingende Bewältigung der Krankheit in der Familie entwickelt und erprobt werden.


Die Datenerhebung erfolgt in einem prospektiven Längsschnittdesign mit drei Messzeitpunkten und orientiert sich dabei am standortübergreifenden Verbunddesign zur generischen Evaluation der COSIP-Beratung: prä-, post- und follow-up-Messung nach 6 Monaten.

 



Verantwortlich:


Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Ulrike Lehmkuhl

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Prof. Dr. med. Kai von Klitzing

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Projektleitung:


Dr. med. Heike Weschenfelder

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Dipl. Psych. Gabriele Koch

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Charité - Universitätsmedizin Berlin

Campus Virchow-Klinikum

    Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

    Augustenburger Platz 1

    13353 Berlin

    Telefon: 030 / 450 566 227

    Klinikseite: http://kjp.charite.de

    Projektseite: http://kjp.charite.de/patienten/kinder_krebskranker_eltern

     


    Universitätsklinikum Leipzig

    Department für Frauen- und Kindermedizin

    Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des

    Kindes- und Jugendalters

    Liebigstraße 20a

    04103 Leipzig

    Telefon: 0341 / 97 - 2 40 10

    Klinik: http://kjp.uniklinikum-leipzig.de/

    Projekt: http://kjp.uniklinikum-leipzig.de/_patienteninfo/abteilung_sprechstunden.html#sprechstunde4